Nachhaltigkeitskriterien in der Agrarfinanzierung
Umwelt- und Klima-Risiken spielen eine wachsende Rolle bei der Vergabe von Krediten an die Agrarwirtschaft. Auch die brasilianische Zentralbank nimmt zunehmend Kriterien zur angemessenen Einschätzung dieser Risiken in ihre Regelsysteme für die Operationen der ländlichen Kreditvergabe auf.
In diesem Webinar wollen wir die Herausforderungen, aber auch das umweltpolitische Veränderungspotenzial kennenlernen und diskutieren, die mit diesen Nachhaltigkeitskriterien bei der ländlichen Kreditvergabe verbunden sind.
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Die Europäische Union (EU) hat sich im Juni 2021 verständigt, um für die neue Phase der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) von 2023 bis 2027 neue Akzente zu setzen. Neue Management- und Monitoring-Formate sollen Fokus, Kohärenz und Zielgenauigkeit der agrarpolitischen Interventionen der EU verbessern.
In den letzten Jahren wurden in Brasilien zahlreiche Akteure aus Regierung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Privatwirtschaft in die Debatte um die “Nationalen Politik der Zahlung für Umweltleistungen“ (PES) einbezogen. Die Autoren vom Institut für Umweltforschung zu Amazonien (IPAM) und der
Sojabohnen gehören zu den wichtigsten Eiweißquellen in der Tierernährung, besonders für Schweine und Geflügel. Die Erzeugung von Soja ist allerdings oft mit einem negativen Image verbunden und wird in Verbindung gebracht mit Entwaldung und dem Verlust an biologischer Vielfalt.